Challenges for the age of Robotics & AI

23 March 2017, 10am - 1pm, at CeBIT Hannover, Hall 8

Erstellt am 15.02.2017

 

We live in exciting times where robots and Artificial Intelligence are quickly finding their way into our societies. These emerging technologies promise to have huge transformative effects to many sectors. However, their potential is accompanied by risks for human safety, dignity, privacy and autonomy. So far, only a few governments and parliaments are starting to gather information and endeavour to develop regulatory frameworks. The European Parliament's own-initiative report on Civil law rules on robotics demonstrates how this issue entered the political arena. Our conference at CeBIT is a venue for dialog between policy makers, practitioners, academics and ethics experts.

 

We are delighted to welcome the leading researcher in the field of AI Toby Walsh for the keynote address. Chief News Anchor at DW News Brent Goff will guide us through three panels where leading speakers will discuss the opportunities and challenges for Europe in the context of robotics and AI. In an open discussion our speakers will share their special insights, including demos of robotics applications. Short and powerful talks will leave time for questions and answers of the audience.

 

We raffle 150 FREE TICKETS to CeBIT! To win send an email to jan.albrecht [at]europarl.europa.eu with the subject "CeBIT Ticket".

 

10:00-10:15 Welcome by Jan Philipp Albrecht, Member of the European Parliament

10:15-10:45 Keynote by Toby Walsh, Professor, University of New South Wales

 

10:45-11:25    Panel I: Trends in AI & Robotics

Remi El-Ouazzane, CEO, Movidius an Intel Company

Toby Walsh, Professor, University of New South Wales

Lieve Van Woensel, Scientific Foresight Unit (STOA), European Parliament

 

11:25-11:35    Presentation

Nicolas Boudot, Sales Director EMEA, SoftBank Robotics (formerly Aldebaran)

 

11:35-12:15    Panel II: Ethical aspects of AI & Robotics

Dr. Michal Kosinski, Assistant Professor of Organizational Behaviour Graduate School of Business, Stanford University

Frederike Kaltheuner, Policy Officer at Privacy International

Dr. Jochen Leidner, Director Research, Thomson Reuters

 

12:15-12:55    Panel III: Policy for AI & Robotics

Mady Delvaux, Member of the European Parliament

Dr Sandra Wachter, Researcher in Data Ethics, Alan Turing Institute

 

Closing remarks by Jan Philipp Albrecht, Member of the European Parliament

 

The conference will be live streamed.

 

 

TV-Premiere: Democracy - Im Rausch der Daten

14. Februar, 22:55 Uhr auf ARTE, Online bis zum 21. Februar 2017

Erstellt am 14.02.2017

Auf ARTE läuft die 89 Minuten lange Dokumentation "Democracy - Im Rausch der Daten". Der Film wird noch bis zum 21. Februar in der Mediathek abrufbar sein. Reinschauen lohnt sich! Zum ersten Mal wird der Film in Farbe im Fernsehen ausgestrahlt.

 

Die persönlichsten Informationen sind zu einer begehrten Ressource geworden: Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts. David Bernet begleitet filmisch den Kampf des Grünen-Abgeordneten Jan Philipp Albrecht um ein europäisches Datenschutzgesetz. Der Film, der in den Kritiken sehr gelobt wurde, war für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ nominiert.

 

In der digitalen Gesellschaft werden wir zu gläsernen Menschen: Mit jedem Klick, mit jedem Telefonat, mit jedem im Internet bestellten Buch, jeder Kartenzahlung oder Videoload werden Menschen transparent und hinterlassen überall digitale Fingerabdrücke. Die Welt befindet sich im Datenrausch, die persönlichsten Informationen von uns allen sind zu einer begehrten Ressource geworden: Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts – wer sie hat, hat das Geld und damit die Macht. Doch wer kontrolliert diesen Zugriff auf private Daten? Und was bedeutet das für die Gesellschaft? Regisseur David Bernet öffnet die Türen zu einer schier undurchdringlichen Welt. Zum ersten Mal in der Geschichte der EU konnte ein Filmteam so tief ins Innere der EU vordringen und die Entstehung eines Gesetzes filmisch begleiten. Bernet begleitet unter anderem in Brüssel, im Herzen der EU, die konservative EU-Kommissarin Viviane Reding und den jungen ambitionierten Grünen-Abgeordneten Jan Philipp Albrecht (MdEP) bei ihrem Kampf um ein europäisches Datenschutzgesetz – ein Gesetz, das jede Form von Datentransfer schützen soll. Lobbyisten, Wirtschaftsjuristen und Aktivisten treten auf den Plan und versuchen Einfluss zu nehmen. Ein Ringen wie bei David gegen Goliath beginnt: Bürgerrechte versus Wirtschaftsinteressen. Es geht dabei längst nicht mehr nur um Big Data. Es geht um die Zukunft jedes einzelnen EU-Bürgers, um seine Privatsphäre und Sicherheit.

 

Hier den Film ab dem 14. Februar anschauen.

Robotikbericht diese Woche im Plenum

Erstellt am 13.02.2017

 

Der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments hat am 12. Januar 2017 den Bericht zu zivilrechtlichen Regelungen im Bereich Robotik abgestimmt. Darin wird die Europäische Kommission aufgefordert, Robotik zu regulieren, um zu verhindern, dass die EU der realen Entwicklung hinterherhinkt. Die Abstimmung im Plenum ist für den 16. Februar 2017 geplant. Berichterstatterin im JURI ist die Sozialdemokratin Mady Delvaux aus Luxemburg. Grüner Schattenberichterstatter ist Max Andersson aus Schweden.

 

Delvaux möchte einen Rechtsrahmen für die Roboter finden, die derzeit auf dem Markt sind oder die in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren verfügbar sein werden. Ein wichtiger Punkt ist auch die Frage der Haftbarkeit. Wer ist verantwortlich wenn ein Roboter Schaden anrichtet? Zwei Optionen werden aufgeführt: ein striktes Haftungskonzept, bei dem der Hersteller haftbar sein soll, denn er ist am besten in der Lage, mögliche Risiken zu begrenzen. Ein anderer Ansatz beruht auf einer Risikobewertung beruht, bei der im Vorfeld Tests durchgeführt werden, um die möglichen Risiken zu bewerten. Im Falle etwaiger Schäden müssten dann die verschiedenen Akteure zusammen die Entschädigung leisten. Zudem schlägt Delvaux die Einführung einer Pflichtversicherung für "große" Roboter vor.

 

Macht ein Roboter bald meinen Job?

Diese Frage stellen sich viele Menschen. Oft wird dann gesagt, dass die Robotik in Wirklichkeit neue Arbeitsplätze schafft. Mit dem Bericht steht die europäische Politik am Anfang einer Diskussion über eine zukunftsweisende Gesetzgebung. Delvaux‘ Bericht argumentiert, dass Menschen nicht durch Roboter ersetzt, sondern vielmehr mit ihnen zusammenarbeiten werden. Die Kommission wird deshalb aufgefordert, die Entwicklungen genau zu verfolgen und zu evaluieren, welche Aufgaben von Robotern übernommen werden könnten. Die EU müsse für jedes Szenario vorbereitet sein. Ein weiterer Punkt im Bericht sei daher, eine Änderung unserer Sozialversicherungssysteme und sozialpolitischen Finanztransferkonzepte in Erwägung zu ziehen.

 

Grüne Position - viele für uns wichtige Punkte haben es in den Bericht geschafft:

-Datenschutz durch Technik (data protection by design) und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen (data protection by default;

-Vorsorgeprinzip;

-Roboter (oder Roboterhersteller / -inhaber) können keine Rechte an geistigem Eigentum für Werke, die von Computern oder Robotern erzeugt werden geltend machen;

- Festlegung von Standards (einschließlich offener Standards) und Gewährleistung von  Interoperabilität als Schlüssel für künftigen Wettbewerb;

-Betont die Wichtigkeit von rechtmäßigem „Reverse Engineering“ und offener Standards;

-Unabhängige vertrauenswürdige Instanzen sollten Entwurfsanweisungen einschließlich Quellcode von Roboterherstellern zentralisieren, insbesondere in Bezug auf medizinische Geräte / Add-ons für den menschlichen Körper (die Software-Updates erfordern);

-Verweist auf die Bedeutung des Grundsatzes der Netzneutralität;

-Hersteller Lizenzen: Anweisungen an Roboter / Software-Designer, die europäischen Werte wie Würde, Autonomie und Selbstbestimmung, Freiheit und Gerechtigkeit zu berücksichtigen;

 

Ausführlichere Grüne Position zum Thema:

Positionspapier der Digital Working Group der Grünen im Europäischen Parlament zu Robotik und künstlicher Intelligenz  (PDF, englisch). Die zehn wichtigsten Punkte. Mittlerweile gibt es das Positionspapier auch auf Deutsch.

 

Seit März 2016 gibt es eine Grüne Arbeitsgruppe zu Robotik, bestehend aus Jan Philipp Albrecht, Max Andersson, Julia Reda, Michel Reimon und Terry Reintke. Sie organisieren regelmäßig Veranstaltungen wie z.B. „Menschen und Maschinen – übernehmen bald die Roboter?“ am 8. Februar 2017 in Hamburg.

Empfehlungen der Grünen zu Robotik und Künstlicher Intelligenz

Position der Working Group Digitales - deutsche Fassung

Erstellt am 01.02.2017

Am 22. November 2016 stimmte die Working Group Digitales der Grünen / EFA über ein Positionspapier zu Robotik und Künstlicher Intelligenz ab. Dieses Papier dient als erster Schritt zur Meinungsbildung, um die Debatte in unserer Fraktion und Parteifamilie, aber auch innerhalb des Europäischen Parlaments und für die öffentliche Debatte im Allgemeinen zu gestalten. Hier das vollständige Dokument lesen Position zu Robotik und Künstlicher Intelligenz (PDF).

 

 

Empfehlungen der Grünen zu Robotik und Künstlicher Intelligenz

 

Empfehlung 1: Eine informierte öffentliche Debatte. Die Gesellschaft sollte die Möglichkeit haben, zur Gestaltung der Technologie in deren Entwicklungsstadium beizutragen. Daher sind öffentliche Konsultationsprozesse und eine informierte Debatte von größter Bedeutung. Wir fordern eine Debatte auf europäischer Ebene mit dem Ziel, die technologische Revolution mitzugestalten. Mit einer Reihe an Regeln, insbesondere zur Steuerung von Haftung und Ethik wird den eigentlichen europäischen und humanistischen Wertvorstellungen Rechnung getragen, die Europas Beitrag zur Gesellschaft ausmachen, mit dem Ziel, diese technologische Revolution der Menschheit dienlich zu machen.

 

Empfehlung 2: Vorsorgeprinzip. Wir fordern, dass Forschung und Technologie zum maximalen Nutzen für alle genutzt und potenzielle unbeabsichtigte soziale Auswirkungen vermieden werden, insbesondere hinsichtlich aufkommender Technologien. Wir schlagen vor, dass Robotik und künstliche Intelligenz auf Grundlage einer Folgenabschätzung weiterentwickelt und erarbeitet werden, wobei die besten verfügbaren technischen Sicherheitsstandards und die Möglichkeit der Intervention einzubeziehen sind.Gemäß der verantwortungsvollen Forschung und Innovation sind die Anwendung des Vorsorgeprinzips und die Beurteilung der langfristigen ethischen Auswirkungen der neuen Technologien zu einer frühen Phase ihrer Entwicklung unabdingbar.

 

Empfehlung 3: Do-no-harm-Prinzip. Roboter sind multifunktionale Werkzeuge. Sie sollten nicht dafür entwickelt werden, Menschen zu töten oder ihnen zu schaden. Ihr Einsatz muss gemäß garantierten individuellen Rechten und Grundfreiheiten erfolgen. Dazu zählen die Grundsätze der datenschutzfreundlichen Technikgestaltung sowie der menschlichen Unversehrtheit, die Achtung der Menschenwürde und der menschlichen Identität. Der Mensch hat Vorrang vor den ausschließlichen Interessen der Wissenschaft und der Gesellschaft. Die Entscheidung, einen Menschen zu verletzen oder zu töten sollte nur durch eine gut ausgebildete menschliche Anwender*in getroffen werden. Daher sollte die Verantwortung und Rechenschaftspflicht eines Menschen beim militärischen Einsatz von Robotern nicht aufgehoben werden. Die Entwicklung von Robotern und künstlicher Intelligenz sollte im Einklang mit dem humanitären Völkerrecht und dem Recht des bewaffneten Konflikts erfolgen.

 

Empfehlung 4: Ökologischer Fußabdruck. Wir sind uns bewusst, dass die Robotik und die künstliche Intelligenz dazu beitragen können, Prozesse umweltfreundlicher zu gestalten, während gleichzeitig der Bedarf besteht, ihren ökologischen Fußabdruck auf ein Minimum zu reduzieren. Wir betonen, dass die Grundsätze des regenerativen Designs Anwendung finden sollen und die Energieeffizienz gesteigert werden muss, indem der Einsatz von erneuerbaren Energiequellen in der Robotik sowie der Einsatz und die Wiederverwendung von Sekundärrohstoffen gefördert und die Abfälle reduziert werden.

 

Empfehlung 5: Erweiterungen. Wir sind der Überzeugung, dass die Bereitstellung von sozialen oder Gesundheitsdiensten nicht davon abhängig gemacht werden sollte, ob Robotersysteme und künstliche Intelligenz in Form eines Implantats oder als Erweiterung des menschlichen Körpers akzeptiert werden. Eingliederung und Vielfalt müssen für unsere Gesellschaft an erster Stelle stehen. Die Würde von Menschen mit oder ohne Behinderung ist unantastbar. Personen, die Geräte als Implantate oder Erweiterungen tragen, können nur selbstbestimmt leben, wenn sie Volleigentümer der entsprechenden Geräte und all ihrer Bestandteile sind, einschließlich der Möglichkeit deren Innenleben neu zu gestalten.

 

Empfehlung 6: Menschliche Autonomie. Wir sind der Überzeugung, dass die menschliche Autonomie nur vollständig geachtet werden kann, wenn das Auskunftsrecht und das Einwilligungsrecht geschützt werden, einschließlich des Schutzes von Personen, die selbst nicht in der Lage sind, ihre Einwilligung zu erteilen. Wir lehnen das Konzept des „Dateneigentums“ ab, das im Gegensatz zum Datenschutz als Grundrecht stehen und Daten als handelbare Ware einstufen würde.

 

Empfehlung 7:  Haftung und Verantwortung. Die gesetzliche Verantwortung sollte bei einer Person liegen. In Bezug auf die Sicherheit trägt der Hersteller auch dann die Verantwortung, wenn in einer Benutzervereinbarung ein Haftungsausschluss vorhanden ist. Hersteller, Programmierer*in oder Betreiber*in sollten aufgrund unbeabsichtigter Ursachen möglicher Schäden nicht automatisch von ihrer Haftung und Verantwortung ausgeschlossen werden. Um mögliche Folgen eines Ausfalls und einer Fehlfunktion ausreichend komplexer Systeme zu vermindern, sollten unserer Auffassung nach Konzepte wie eine Gefährdungshaftung  in Erwägung gezogen werden, und auch Pflichtversicherungsverträge.

 

Empfehlung 8: Offenheit. Wir sprechen uns für Offenheit aus, von offenen Standards und innovativen Lizenzierungsmodellen bis hin zu offenen Plattformen und Transparenz, um eine Anbieterbindung zu vermeiden, mit der die Interoperabilität eingeschränkt wird.

 

Empfehlung 9: Produktsicherheit. Robotersysteme und künstliche Intelligenz sollten als Produkte so entwickelt werden, dass sie wie andere Produkte auch sicher sind und ihren Zweck erfüllen. Roboter und KI sollten schutzbedürftige Nutzer*innen nicht ausbeuten.

 

Empfehlung 10: Finanzierung. Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten sollten zu diesem Zweck die Forschung finanzieren, insbesondere in Bezug auf die ethischen und rechtlichen Auswirkungen der künstlichen Intelligenz.

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