Infos zu den Facebook-Änderungen

Erstellt am 29.01.2015

Auch nach der für den 30. Januar geplanten Änderung seiner Nutzungsbedingungen setzt sich Facebook über die Rechte europäischer Bürger hinweg. Die wichtigsten Aspekte:

Mit der Änderung führt der US-Anbieter die Datenbestände des sozialen Netzwerkes mit denen seiner anderen Dienste wie WhatsApp und Instagram zusammen. Damit verbreitert Facebook die Infrastruktur, die Daten erfasst. Dieser Schritt liefert dem Unternehmen genauere Profile seiner NutzerInnen, die es für die Vermarktung persönlicher Werbung nutzen wird.

Die neuen Bestimmungen sehen zudem vor, dass Facebook Standortdaten von Tablets und Smartphones für Marketingzwecke verarbeitet. Selbst mit standortbasierter Werbung für Restaurants, Geschäfte oder Gesundheitsdienstleister müssen Bürger jetzt rechnen.

Wer die Dienste dennoch weiter nutzen will, hat keine Wahlmöglichkeit und wird von Facebook dazu gezwungen, den neuen Regeln zuzustimmen. Mit dem Zwang verstößt Facebook klar gegen europäisches AGB- und Datenschutzrecht. Dies lässt eine solch einseitige Vertragsänderung nicht zu und fordert eine freiwillige und informierte Einwilligung in die Datenverarbeitung.

Das einseitige Vorgehen des quasi-Monopolisten zeigt erneut, wie wichtig ein starkes und einheitliches europäisches Verbraucher- und Datenschutzrecht ist.

Stellungnahme von Jan Philipp Albrecht

Weitere Informationen gibt es unter anderem hier:

Grün Digital: Datenschutz bei Facebook – GroKo lässt Nutzerinnen und Nutzer weiter allein

Heise: Selbstkontrolle: Wie Sie Ihre Facebook-Daten schützen

Zu Klagen gegen Facebook in Europa siehe: Europe vs Facebook

 

 

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