Bohrstelle von CEP in Saal am 24. Mai 2014Bild unten: Bohrstelle von CEP in Saal am 24. Mai 2014

Aktuelles zum Thema Fracking im Norden

Erstellt am 22.05.2014

Als norddeutscher Abgeordneter betrachte ich mit großer Sorge, dass weite Teile des Nordens aktuell von den Aufsuchungen international agierender Energiekonzerne, die den Einsatz von Fracking in Erwägung ziehen, betroffen sind. Natürlich ist dies nur ein Ausschnitt der dramatischen Entwicklung, wie sie sich derzeit in ganz Europa ereignet und gegen die wir als Grüne an der Seite der vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger stehen müssen.

Der Film Frack Democracy von Lech Kowalski wurde mit Hilfe der Grünen Europafraktion realisiert und zeigt auf erschreckende Weise, welchen gesellschaftlichen Herausforderungen wir gegenüberstehen. Daher freut es mich besonders, dass sich die Hamburger Grünen als erster Landesverband neben der Hamburger Grünen Jugend und der Grünen Bürgerschaftsfraktion dazu entschlossen hat, die Korbacher Resolution zu unterzeichnen und damit ein klares Signal gegen die halbgaren Vorschläge der Bundesregierung beim Thema Fracking setzt.

Hier geht es zu der Pressemitteilung der Hamburger Grünen vom 22. Mai 2014.

Dass die Situation sich auch in Deutschland zuspitzt, zeigt sich aktuell im kleinen Ort Saal in Mecklenburg-Vorpommern. Am Samstag, den 24. Mai haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gemeinsam mit AnwohnerInnen, Umweltverbänden und bundesweiten Bürgerinitiativen vor dem Bohrplatz in Saal demonstriert. Einen Bericht dazu gibt es hier. Laut Plan der Betreiberfirma Central European Petroleum GmbH (CEP) soll es in den kommenden Wochen auf dem Bohrplatz Barth 11 zum Einsatz von Fracking kommen. Große Bedenken gegenüber der mangelnden Transparenz sehen wir bestätigt, schauen wir beispielsweise in die USA. Das mit Blick auf die Bürgerinformationen betriebene politische Engagement von Halliburton, die auch die Fracfluide für die Vorgänge in Saal zu liefern scheinen, weist uns an, den Protest zu verstärken. Weitere Informationen und Hintergründe finden sich hier.

Es wird derzeit über die weitreichenden Folgen von Fracking viel spekuliert. Aber auch die sich bereits bei der bisherigen Gasförderung durch große Gesetzeslücken ergebenden Probleme sind noch längst nicht gelöst. Sie geben Anlass zur Sorge und drängen zum schnelleren Handeln. Ich selber konnte mir beispielsweise im vergangenen Sommer einen Eindruck davon machen, was sich in der Region Rotenburg/Wümme ereignet. Den Bericht gibt es hier: gruenlink.de/rek

Es wird in Europa viel zu reden sein über den Umgang mit dem Lagerstättenwasser aus der Erdgas- und Erdölförderung und ich setze auf starke Grüne, die dies auf allen parlamentarischen Ebenen begleiten.

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