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Das Europäische Parlament berichtet

Zusammenfassung Facebook-chat mit Jan Philipp Albrecht vom 22. Mai 2013

Erstellt am 27.05.2013

Facebook-Chat zum Datenschutz: Jedem das Recht auf seine Daten

Wie sicher sind Ihre Daten online? Der deutsche Grünen-Abgeordnete Jan Philipp Albrecht ist verantwortlich für einen Vorschlag zur EU-Datenschutzreform. Im Chat mit unseren Facebook-Fans erklärte er die Reform und gab den Teilnehmern praktische Tipps, wie sie ihre Daten schützen können.

Wie sinnvoll ist ein Facebook-Chat über Datenschutz? Der EU-Abgeordnete Jan Philipp Albrecht war skeptisch. "Zu Beginn war ich begeistert von der Idee, aber dann habe ich begriffen, dass alle Teilnehmer des Chats ihre Profile und die Liste ihrer Freunde offenlegen müssen. Das ist ein Beispiel dafür, wie Datenschutz nicht sein sollte."

"Behindert mehr Datenschutz das dringend benötigte Wirtschaftswachstum?", fragte ein Facebook-Fan. Die neuen Regeln, erklärte Albrecht, nützen auch Unternehmen: "Wir überfordern niemanden, sondern setzen lediglich das existierende Recht besser durch. Zum Vorteil der europäischen Firmen, denn die haben im Moment noch Nachteile gegenüber Unternehmen, die nicht aus der EU kommen."

Eine Chat-Teilnehmerin beschwerte sich, dass die Regeln zum Datenschutz oft kryptisch und zu kompliziert für normale Bürger seien. Albrechts Antwort: "Wir planen einfache, standardisierte Icons einzuführen, die erklären, was die Datenschutzbestimmungen einer Firma bedeuten. Wer genau nachlesen möchte, was in der Datenschutzerklärung steht, der soll es auch im Text nachlesen können. Die Datenschutzerklärung sollte einfach, klar und nicht zweideutig formuliert sein."

Außerdem wurde gefragt, wie sicher persönliche Informationen sind, die man in sozialen Medien veröffentlicht. "Natürlich sollte jeder das Recht haben, alle Dienste zu nutzen. Ich selbst verwende zum Beispiel Facebook und LinkdIn. Trotzdem sollten wir das Recht haben, unsere Daten zu löschen, zu wissen, wie sie verarbeitet werden und sie zu korrigieren."

Der Grünenabgeordnete gab auch praktische Tipps auf die Frage, wie man mit Anbietern umgehen solle, die zu viele Informationen abfragen. Der Tipp von Jan Philipp Albrecht: "Entweder Sie suchen nach einem Service, der die Daten nicht abfragt, oder sie sollten versuchen, diese Daten nicht anzugeben oder ein Pseudonym zu benutzen."

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