Chaos bei Facebook-Chronik – Verstärkte Kontrolle sozialer Netzwerke unverzichtbar

Erstellt am 28.09.2012

28.09.2012

Zu den Beschuldigungen gegenüber Facebook, das Unternehmen habe private Kommunikationsinhalte von Facebook-Nutzern auf deren Profilseiten veröffentlicht, erklärt Jan Philipp Albrecht, Berichterstatter des Europäischen Parlaments für die Datenschutzgrundverordnung:

„Die massenhaften Vorwürfe gegenüber Facebook sind in höchstem Maße beunruhigend. Noch ist nicht abschließend geklärt, ob tatsächlich als privat gekennzeichnete Nachrichten der Nutzerinnen und Nutzer auf deren ‚Chronik‘ veröffentlicht wurden. Die zahlreichen Beispiele offensichtlich privater Kommunikation auf diesen Profilseiten machen eine eingehende Prüfung durch die Datenschutzbeauftragten allerdings dringend nötig. Die Veröffentlichung privater Nachrichten kann für die Betroffenen verheerende Folgen haben.

Das Beispiel zeigt allerdings auch, wie wenig sich die Verbraucherinnen und Verbraucher der Datenschutzprobleme sozialer Netzwerke und neuer Kommunikationstools bewusst sind. Eine schärfere Kontrolle der Einhaltung von Datenschutzbestimmungen ist unverzichtbar. Dazu bedarf es nun zügig einheitlicher EU-weiter Regeln wie sie derzeit im Rahmen der vorgeschlagenen Datenschutzgrundverordnung beraten werden. Die informierte und explizite Einwilligung der Betroffenen bei der Datenverarbeitung muss dabei der zentrale Anknüpfungspunkt sein.“

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