Zum Internationalen Tag gegen Faschismus und Antisemitismus am 09. November

Zum Internationalen Tag gegen Faschismus und Antisemitismus am 9. November erklärt der Grünen-Innenexperte im Europäischen Parlament, Jan Philipp Albrecht:   “Der Internationale Tag gegen Faschismus und Antisemitismus setzt ein Zeichen gegen faschistische und antisemitische Einstellungen, die auch 73 Jahre nach der Reichspogromnacht noch immer weit verbreitet sind. Auch im Europäischen Parlament versuchen rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien, Einfluss auf politische Debatten zu nehmen.

Erstellt am 08.11.2011

Die aktuelle Pogromstimmung gegen Minderheiten in Ungarn und Tschechien zeigt, wie wichtig eine höhere Aufmerksamkeit in Europa ist. Über den heutigen Tag hinaus sind wir alle aufgefordert, jeglichen Formen von Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Homophobie entschieden und auf Basis eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses entgegenzutreten. Statt Kriminalisierung und Spaltung braucht es einen solidarischen Kampf aller parteilichen, gewerkschaftlichen, kirchlichen, antifaschistischen und anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen für eine offene und pluralistische Gesellschaft.”

In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden – von den Nationalsozialisten organisiert und gelenkt – hunderte Jüdinnen und Juden ermordet und jüdische Geschäfte, Friedhöfe, Synagogen und Privatwohnungen verwüstet und zerstört. Noch immer benötigen jüdische Einrichtungen in Deutschland polizeilichen Schutz. 38 Prozent der Deutschen stimmen laut den Studien Wilhelm Heitmeyers dem Satz „Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen die Juden hat“ zu.

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