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#DSGVO, Teil 10: Feste Ansprechpartner für Datenverarbeiter in ganz Europa

Die EU-Datenschutzgrundverordnung in 10 Punkten, Teil 10

Eine weitere wichtige Neuerung der Datenschutzgrundverordnung ist der sogenannte One-Stop-Shop-Ansatz: BürgerInnen können sich in der gesamten EU an nur noch eine Datenschutzbehörde wenden. Sie können sich fortan mit ihren Beschwerden an die Datenschutzbehörde in ihrem Mitgliedstaat als ihren festen Ansprechpartner wenden, und zwar ganz gleich, wo der Datenmissbrauch passiert ist oder wo das verantwortliche Unternehmen seinen Sitz hat. So könnte beispielsweise Max Schrems, der in der Vergangenheit mit einer Klage gegen Facebook ein EU-US-Datenübermittlungsabkommen zu Fall gebracht hat, zukünftig direkt bei sich zu Hause in Wien, statt wie vormals in Dublin gegen Facebook vorgehen.
Unternehmen müssen ebenfalls nur noch mit der Datenschutzbehörde des Mitgliedsstaats zusammenarbeiten, in dem sich ihr Hauptsitz befindet. Jeder hat somit seinen festen Ansprechpartner – die Koordinierung übernehmen die unterschiedlichen Aufsichtsbehörden unter sich.
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