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	<title>..:: Jan Philipp Albrecht, MdEP ::.. &#187; Innen &amp; Recht</title>
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	<description>Jan Philipp Albrecht - Grüner Europaabgeordneter für Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein</description>
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		<title>Interview mit nt-v.de zu ACTA</title>
		<link>http://janalbrecht.eu/2012/02/04/interview-mit-nt-v-de-zu-acta/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 12:37:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jpa</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Innen & Recht]]></category>
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		<description><![CDATA[Zoff um ACTA
&#8220;User verfolgt wie Verbrecher&#8221;
Ein Abkommen über die Durchsetzung des Urheberrechts im Internet, das ACTA, sorgt kurz vor seiner Ratifizierung nicht nur in Europa für heftigen Streit. Der Grünen-Abgeordnete Albrecht erklärt im Interview mit n-tv.de, wo exakt er die Gefahren sieht.
n-tv.de: In der Netzgemeinde rumort es wegen ACTA. Aber was ist das überhaupt?
Jan Philipp [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zoff um ACTA</strong></p>
<p><strong>&#8220;User verfolgt wie Verbrecher&#8221;</strong></p>
<p><em><a href="http://janalbrecht.eu/wp-content/uploads/2010/12/janalbrecht_kopf.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1650" style="margin: 10px;" title="Jan Philipp Albrecht" src="http://janalbrecht.eu/wp-content/uploads/2010/12/janalbrecht_kopf-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" align="left" /></a>Ein Abkommen über die Durchsetzung des Urheberrechts im Internet, das ACTA, sorgt kurz vor seiner Ratifizierung nicht nur in Europa für heftigen Streit. Der Grünen-Abgeordnete Albrecht erklärt im Interview mit n-tv.de, wo exakt er die Gefahren sieht.</em></p>
<p><strong>n-tv.de: In der Netzgemeinde rumort es wegen ACTA. Aber was ist das überhaupt?</strong></p>
<p>Jan Philipp Albrecht: In Langform heißt es Anti-Counterfeiting Trade Agreement. Das ist ein Abkommen, das zwischen den EU-Staaten und einigen Schwellenländern vereinbart wird zur stärkeren Durchsetzung des Schutzes des geistigen Eigentums. Insbesondere sollen hier Maßnahmen an den Grenzen, aber auch im Internet verschärft werden.</p>
<p><strong>Das klingt doch zunächst positiv. Was ist denn jetzt so gefährlich daran?</strong></p>
<p>Das ACTA-Abkommen sollte eigentlich mal Produktpiraterie im eigentlichen Sinne des Wortes bekämpfen, zum Beispiel gefälschte iPhones oder andere Markenprodukte. Doch diese Idee spielt im Abkommen schon längst nicht mehr die zentrale Rolle. Stattdessen vereinigt ACTA eine Koalition der Willigen, die bereit ist, sehr scharfe Durchsetzungsmaßnahmen für das Urheberrecht im Internet voranzubringen.<br />
<span id="more-2429"></span><br />
<strong>Zum Beispiel?</strong></p>
<p>Etwa durch die stärkere Einbeziehung privater Akteure wie etwa den Internet-Providern in die Rechtsdurchsetzung und die Durchsetzung bestimmter polizeilicher Maßnahmen.</p>
<p><strong>Das heißt Datenübergabe?</strong></p>
<p>Ja, aber das steht nicht im Vordergrund. Die Internet-Provider sollen vielmehr ermutig werden, selbst zum Akteur zu werden – und die Nutzer und ihre Seiten zu beschneiden durch das Abschalten des Internetzugangs oder voreilige Beseitigung von Inhalten.</p>
<p><strong>Aber was hätten die Provider davon?</strong></p>
<p>Im Grunde vor allem Kosten und Verantwortung. Doch einige Internet-Provider haben enge Beziehungen zur Unterhaltungsindustrie , die ein großes Interesse an der Bekämpfung des privaten Tauschens von Inhalten hat. Auf der anderen Seite würden sie aber Kontrollaufgaben übernehmen, die eigentlich dem Rechtsstaat beziehungsweise der Polizei zukommen. Und eventuell agieren sie sogar in vorauseilender Vorsicht, weil sie für Verstöße haftbar gemacht werden können.</p>
<p><strong>Es geht also inzwischen vielmehr um downloadbare Produkte, nicht mehr um das T-Shirt aus Thailand mit einem schlechten Nike-Logo drauf?</strong></p>
<p>Genau, es geht schon lange nicht mehr um die Produkte zum Anfassen. Die Länder, die das beträfe, sind gar nicht beteiligt an dem Abkommen. Die wahren Interessen sind, endlich die scharfe Durchsetzung des Urheberrechts im Internet voranzubringen.</p>
<p><strong>Wer aber illegal Musik runterlädt oder vertreibt, wird aber doch zurecht bestraft. Wie ist es denn dann damit?</strong></p>
<p>Das Internet verändert aber doch die Frage, wie von wem welches Recht durchgesetzt wird. Wir müssen das überdenken. Kommerzielle Urheberrechtsverletzer wie &#8220;Megaupload&#8221; oder &#8220;kino-to&#8221; haben bei uns nichts zu suchen – und sie sollten auch Ziel der Rechtsverfolgung sein. Mit dem gleichen Recht darf aber nicht gegen das nichtkommerzielle Austauschen von urheberrechtlich geschütztem Material zwischen normalen Bürgern vorgegangen werden. Mit diesem Abkommen wird aber der normale User genauso verfolgt wie ein organisierter Verbrecher. Und die Provider wären die neuen Hilfssheriffs dabei. Das aber darf nicht sein.</p>
<p><strong>Wer kann ACTA denn noch aufhalten?</strong></p>
<p>Im Grunde nur das Europäische Parlament, das zustimmen muss. Und einige nationale Parlamente, unter anderem der Bundestag. Ich hoffe, dass die Parlamentarier sich von der derzeitigen Protestbewegung überzeugen lassen und Nein zu ACTA sagen.</p>
<p><em>Quelle: Mit Jan Albrecht sprach Jochen Müter</em></p>
<p>Adresse:</p>
<p>http://www.n-tv.de/technik/User-verfolgt-wie-Verbrecher-article5409436.html</p>
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		<title>Fluggastdaten: EU-Parlament muss PNR-Abkommen mit den USA ablehnen</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 16:24:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zur Vorlage des Berichts für eine Entscheidung des Europäischen Parlaments über das umstrittene Fluggastdaten-Abkommen mit den USA erklärt der Grüne Innenexperte im Europaparlament, Jan Philipp Albrecht: 
&#8220;Die Empfehlung der Berichterstatterin, das Fluggastdatenabkommen mit den USA abzulehnen, ist absolut richtig. Auch das neue Abkommen verletzt die Grundrechte europäischer Bürgerinnen und Bürger. Seit das Europäische Parlament seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zur Vorlage des Berichts für eine Entscheidung des Europäischen Parlaments über das umstrittene Fluggastdaten-Abkommen mit den USA erklärt der Grüne Innenexperte im Europaparlament, <strong>Jan Philipp Albrecht</strong>:</em> </p>
<p>&#8220;Die Empfehlung der Berichterstatterin, das Fluggastdatenabkommen mit den USA abzulehnen, ist absolut richtig. Auch das neue Abkommen verletzt die Grundrechte europäischer Bürgerinnen und Bürger. Seit das Europäische Parlament seine Zustimmung zum bisherigen Abkommen aus 2007 verweigert hat, gab es in keinem Punkt substanzielle Verbesserung. Die Veränderungen bleiben reine Kosmetik.</p>
<p>Das Parlament muss nun Rückgrat zeigen und das von der EU-Kommission ausgehandelte Abkommen ablehnen. Die US-Regierung ist offensichtlich zu keinen Zugeständnissen bereit. Daher bleibt dem Europäischen Parlament nur noch die rote Karte. Beim SWIFT-Bankdatenabkommen haben die Abgeordneten bereits gezeigt, dass sie dazu in der Lage sind.&#8221;</p>
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		<title>Video-Podcast zur EU-Datenschutzreform</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 17:34:04 +0000</pubDate>
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		<title>Gutachten zur Vorratsdatenspeicherung: EU-Richtlinie abschaffen</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 13:35:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zur von der Bundesregierung vorgestellten Studie des Max-Planck-Instituts über die Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsdaten erklärt der Grüne Innenexperte im Europaparlament, Jan Philipp Albrecht:
&#8220;Die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung muss wieder abgeschafft werden. Die Analyse des Max-Planck-Instituts bestätigt: Die anlasslose Speicherung von Telekommunikationsdaten ist nicht notwendig. Die Vorratsdatenspeicherung ist ein massiver Eingriff in die Grundrechte aller 500 Millionen Bürgerinnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zur von der Bundesregierung vorgestellten Studie des Max-Planck-Instituts über die Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsdaten erklärt der Grüne Innenexperte im Europaparlament, <strong>Jan Philipp Albrecht</strong>:</em></p>
<p>&#8220;Die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung muss wieder abgeschafft werden. Die Analyse des Max-Planck-Instituts bestätigt: Die anlasslose Speicherung von Telekommunikationsdaten ist nicht notwendig. Die Vorratsdatenspeicherung ist ein massiver Eingriff in die Grundrechte aller 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Europa. Ich fordere daher die Europäische Kommission auf, die Umsetzung der Richtlinie zu stoppen und endlich ein Verfahren einzuleiten, um sie zurückzunehmen.</p>
<p>Immer mehr Mitglieder des Europäischen Parlaments lehnen die Richtlinie ab, die im Eilverfahren Ende 2005 mit den Stimmen von Konservativen und Sozialdemokraten verabschiedet wurde. Nun ist es Aufgabe der Abgeordneten, die Kommission darauf zu drängen, die Richtlinie zurückzunehmen. Es ist jetzt klar, dass die Vorratsdatenspeicherung der falsche Weg ist. Stattdessen sollten Europäisches Parlament und Ministerrat an der Datenschutzrichtlinie für Polizei und Justiz arbeiten, um einen EU-weit einheitlichen Standard für einen effektiven Informationsaustausch zwischen den Behörden zu schaffen. Zudem müssen Polizei und Justiz endlich besser ausgestattet werden, um bei konkretem Verdacht Informationen besser auszuwerten.&#8221; </p>
<p>Sie finden die Studie unter: <a href="Sie finden die Studie unter: http://vds.brauchts.net/MPI_VDS_Studie.pdf ">http://vds.brauchts.net/MPI_VDS_Studie.pdf </a></p>
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		<title>Privacy Barcamp 2012: Datenschutz 2.0</title>
		<link>http://janalbrecht.eu/2012/01/27/privacy-barcamp-2012-datenschutz-2-0/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 10:03:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[9. und 10. März 2012, CeBIT Halle 9, Hannover
Die EU bereitet eine große Reform des europäischen Datenschutzrechts vor, die Vorratsdatenspeicherung steht weiterhin in Berlin und Brüssel zur Diskussion, und Facebook muss sich neuerdings vor Gericht in Dublin gegen Wiener Studenten wehren. Das sind nur wenige Beispiele, die zeigen, dass beim Datenschutz einiges in Bewegung ist.
Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>9. und 10. März 2012, CeBIT Halle 9, Hannover</strong></p>
<p>Die EU bereitet eine große Reform des europäischen Datenschutzrechts vor, die Vorratsdatenspeicherung steht weiterhin in Berlin und Brüssel zur Diskussion, und Facebook muss sich neuerdings vor Gericht in Dublin gegen Wiener Studenten wehren. Das sind nur wenige Beispiele, die zeigen, dass beim Datenschutz einiges in Bewegung ist.</p>
<p>Das Privacy Barcamp soll Menschen, die sich für den Datenschutz im digitalen Zeitalter interessieren, in offener Atmosphäre zusammenbringen und Ideen austauschen lassen. Es richtet sich an Techniker und Datenverarbeiter ebenso wie an Aktivisten, Forscher, Datenschutzbeauftragte, Politiker und alle anderen, denen das Thema am Herzen liegt.</p>
<p>Das zweite Privacy Barcamp findet dieses Jahr auf der CeBIT statt und wird vom Grünen Europaabgeordneten und Datenschutzexperten Jan Philipp Albrecht zusammen mit der CeBIT ausgerichtet.</p>
<p>Die Anmeldung und Sessionplanung wird wie im letzten Jahr über die Plattform <a href="http://privacy-barcamp.mixxt.de/">http://privacy-barcamp.mixxt.de/</a> laufen.</p>
<p>Wer sich bis zum <strong>04.03.2012</strong> per Mail bei <strong>jan.albrecht@europarl.europa.eu</strong> meldet, kann eine Freikarte für die Cebit bekommen, um kostenlos am Privacy Barcamp teilnehmen zu können. Für weitere Fragen stehen wir Euch ebenfalls gerne unter dieser Adresse zur Verfügung.</p>
<p>Wir möchten Euch herzlich einladen teilzunehmen und den Termin zu verbreiten.</p>
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		<title>Ohne EU kein Datenschutz</title>
		<link>http://janalbrecht.eu/2012/01/26/jans-gastbeitrag-zur-datenschutzrichtlinie-in-der-taz/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 13:01:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gastkommentar in der taz vom 26.1.2012
Die EU-Kommission will den für Konzerne so lukrativen Datenklau unterbinden. Noch fehlt es am Support durch die Bundesregierung
Was bringt uns die EU überhaupt? Nutzern von Facebook und Google oder Smartphone-Besitzern bringt die Europäische Union eine ganze Menge. Immerhin sind sie es, die bisher kaum geschützt sind gegen Datenklau und den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Gastkommentar in der taz vom 26.1.2012</em></p>
<p><strong>Die EU-Kommission will den für Konzerne so lukrativen Datenklau unterbinden. Noch fehlt es am Support durch die Bundesregierung</strong></p>
<p>Was bringt uns die EU überhaupt? Nutzern von Facebook und Google oder Smartphone-Besitzern bringt die Europäische Union eine ganze Menge. Immerhin sind sie es, die bisher kaum geschützt sind gegen Datenklau und den Weiterverkauf intimster Informationen. Jetzt – endlich – will die EU-Kommission das ändern. </p>
<p><strong>Geldstrafen bei Missbrauch </strong><br />
Mit den Vorschlägen für eine grundlegende Reform des europäischen Datenschutzrechts soll den  VerbraucherInnen und BürgerInnen ein einheitlicher EU-Standard für den effektiven Schutz ihrer Daten an die Hand gegeben werden. Neben besseren Informations- und Kontrollmöglichkeiten für die Einzelnen sieht die Reform auch hohe Geldstrafen für Missbrauch vor etwa bei Verlust oder Weiterverkauf von NutzerInnendaten. In Anbetracht des Selbstbewusstseins, mit dem globale Datenkraken wie Facebook oder Google agieren, ist dies ein überfälliger Schritt. Doch der im Ansatz vernünftige Vorschlag der Kommission könnte an Konzernen und Sicherheitsbehörden scheitern, die ein Interesse an umfassenden Datensammlungen haben. Gerade die deutsche Politik und insbesondere die Bundesregierung sind daher jetzt gefragt. Leider aber sind die für den privaten Datenschutz zuständige Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) und mit ihr die schwarz-gelbe Bundesregierung mit inhaltlichen Forderungen zur Reform bislang kaum aufgefallen, obwohl diese in Brüssel bereits seit zwei Jahren diskutiert wird. Stattdessen profilierte sich Aigner mit einem medienwirksamen Facebook-Austritt, der den deutschen VerbraucherInnen aber wenig half. Auch der für den behördlichen Datenschutz zuständige Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat das von seinem Vorgänger noch in den Vordergrund gestellte Thema Datenschutz vollends ins Abseits verbannt. Dabei meldet die Bundesregierung im Brüsseler Ministerrat – zumindest kleinlaut am Rande ihrer Enthaltung zu diesen wichtigen Themen – regelmäßig verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Verarbeitung von Telekommunikations-, Passagier- und Bankdaten zum Zwecke der Strafverfolgung an. Und auch hierzu schlägt die EU-Kommission jetzt neue Regeln im Rahmen einer Richtlinie für den Polizei- und Justizbereich vor, die den Wildwuchs von Überwachungsmaßnahmen einzugrenzen versucht. Die neuen Vorschläge der EU-Kommission bringen für BürgerInnen vor allem mehr Transparenz und Kontrolle über ihre Daten. Gerade bei alltäglichen Anwendungen und Dienstleistungen werden immer mehr Informationen gespeichert, deren Löschung und Korrektur in Zukunft deutlich vereinfacht werden soll. Da aber konstruktive Unterstützung aus Ländern wie Deutschland für einen hohen Schutzstandard bislang fehlt, wird der Vorschlag zunehmend verwässert. </p>
<p><strong>Lukratives Datengeschäft </strong><br />
Seit Monaten schon laufen Unternehmensverbände Sturm gegen die Vorschläge. Sie verdienen gut an den derzeitigen Lücken und Unzulänglichkeiten im Datenschutz. Gern nehmen sie neuerdings auch die massive Lobbyhilfe des US-amerikanischen Wirtschaftsministeriums in Anspruch, dem der europäische Datenschutz schon länger ein Dorn im Auge ist. Statt in Brüssel für hohe Standards zu kämpfen, beschränken sich einige deutsche DatenschützerInnen darauf, den Verlust nationaler Souveränität durch die neuen EU-Regeln zu beklagen. Dabei können wir Souveränität über unsere Daten nur durch eine europaweite Garantie gewinnen. Ganz egal, ob es um Konzerne, Unternehmen oder Behörden geht – sie alle tauschen längst umfassend grenzübergreifend Informationen aus oder sind vollends in der Cloud. Wer glaubt, dass Deutschland seine gewohnten Standards auf eigene Faust halten kann, der hat dies nicht verstanden. Und auch die Kritik des Bundesverfassungsrichters Johannes Masing am mangelnden Grundrechtsschutz auf EU-Ebene kann angesichts der Realität seit dem Vertrag von Lissabon nicht mehr überzeugen. Der Vorschlag der EU-Kommission fußt ja gerade auf den neuen verbindlichen Bestimmungen in Vertrag und Grundrechtecharta.</p>
<p><strong>Datenschutz ist ein Grundrecht </strong><br />
Er ist eine gute Grundlage, um einen effektiven Datenschutzstandard mit einem erheblichen Gewinn an Rechtssicherheit für Unternehmen, Behörden und VerbraucherInnen zu verbinden. Dies sollte gerade den DatenschützerInnen und den VertreterInnen der deutschen Perspektive Anlass sein, sich jetzt für eine Mehrheit im Sinne eines starken EU-Standards einzusetzen. Sonst werden sie im Brüsseler Gesetzgebungsverfahren unter die Räder kommen. Die 15 Jahre alten Datenschutzbestimmungen in der EU gewährleisten keinen effektiven Schutz personenbezogener Daten. Im EU-Binnenmarkt bestimmt leider Irland – das Land mit dem schwächsten Datenschutzrecht – den Standard. Facebook etwa hat seinen Sitz dorthin verlagert. Es ist also richtig, dass jetzt eine EU-weite Regelung angestrebt wird, die die nationalen Datenschutzgesetze partiell ersetzen wird und eine verpflichtende Zusammenarbeit der Datenschutzbeauftragten vorsieht. Umso mehr kommt es jetzt darauf an, für einen EU-Standard auf hohem Niveau zu kämpfen. In grundrechtssensiblen Bereichen gehen auch mir die vorgeschlagenen Regelungen noch nicht weit genug. Das EU- Parlament hat bereits deutlich gemacht, dass es ein Zurück hinter den hohen Standard der alten Richtlinie nicht akzeptieren wird. Die Bundesregierung sollte sich deshalb hinter die Pläne von Kommission und Parlament stellen. Gleichzeitig muss sie deutlich machen, dass der Grundrechtsschutz auf EU-Ebene auf hohem Niveau geschieht – auch mit einem Europäischen Gerichtshof, der die Möglichkeiten der Individualbeschwerde stark verbessern muss. Mit dem Vertrag von Lissabon ist Datenschutz als Grundrecht ein leitendes Prinzip im EU-Recht geworden. Es muss in ganz Europa zur Praxis werden. Nur so können wir unseren hohen Datenschutzstandard auch international durchsetzen und eine Benachteiligung europäischer BürgerInnen und Unternehmen verhindern. </p>
<p><a href="http://www.taz.de/Debatte-EU-und-Datenschutz/!86436/">Gastkommentar in der taz</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>PM Reformpaket der EU-Kommission: Für einen Datenschutz mit Biss!</title>
		<link>http://janalbrecht.eu/2012/01/25/pm-reformpaket-der-eu-kommission-fur-einen-datenschutz-mit-biss/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 10:16:04 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Innen & Recht]]></category>
		<category><![CDATA[O-Ton]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Justizkommissarin Viviane Reding stellt heute das Reformpaket der EU-Kommission für den europäischen Datenschutz vor. Der Innen- und Rechtsexperte der Grünen im Europäischen Parlament, Jan Philipp Albrecht, erklärt dazu:
&#8220;Das vorgeschlagene Reformpaket geht in die richtige Richtung. Mit der Neuregelung werden endlich direkt durchsetzbare Auskunfts- und Korrekturansprüche europaweit vereinheitlicht. Damit hat das Hinterherrennen der Betroffenen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://janalbrecht.eu/wp-content/uploads/2010/12/janalbrecht_kopf.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1650" style="margin: 5px;" title="Jan Philipp Albrecht" src="http://janalbrecht.eu/wp-content/uploads/2010/12/janalbrecht_kopf-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" align="left" /></a></strong></p>
<p><em>Die Justizkommissarin Viviane Reding stellt heute das Reformpaket der EU-Kommission für den europäischen Datenschutz vor. Der Innen- und Rechtsexperte der Grünen im Europäischen Parlament, <strong>Jan Philipp Albrecht</strong>, erklärt dazu:</em></p>
<p>&#8220;Das vorgeschlagene Reformpaket geht in die richtige Richtung. Mit der Neuregelung werden endlich direkt durchsetzbare Auskunfts- und Korrekturansprüche europaweit vereinheitlicht. Damit hat das Hinterherrennen der Betroffenen und die Flucht von Unternehmen wie Behörden vor Regulierung endlich ein Ende. Gleichzeitig schafft der neue EU-Datenschutz Rechtssicherheit für Unternehmen und beendet den unfairen Wettbewerb um niedrige Datenschutzstandards auf Kosten der europäischen Wirtschaft. Das Reformpaket ist ein wichtiger Schritt bei der Anpassung des europäischen Datenschutzrechts an das 21. Jahrhundert. Denn in Zeiten rasanter grenzübergreifender Digitalisierung braucht es gemeinsame europäische Standards, auch um diese gegenüber Drittstaaten und international agierenden Unternehmen effektiv durchsetzen zu können. Echte Souveränität über unsere persönlichen Daten bekommen wir nur mit einem starken EU-Datenschutz. Dazu ist der Vorschlag der EU-Kommission ein richtiger erster Schritt.</p>
<p>Besonders positiv hervorzuheben sind die neuen Möglichkeiten von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die Einwilligung zur Verarbeitung ihrer Daten an Bedingungen zu knüpfen und zeitlich zu begrenzen. In Zeiten, in denen der Überblick über die freigegebenen Informationen immer schwerer fällt, sollte eine automatische Befristung das Vergessen auch auf der anderen Seite ermöglichen. Ebenso zu begrüßen sind die Vorschläge für Sanktionsmöglichkeiten gegenüber großen Datenkraken, die bewusst Schindluder mit unseren persönlichen Informationen treiben. Für verantwortlich handelnde Unternehmen hingegen wird durch die einheitliche und vereinfachte Regelung die Bürokratie abgebaut. Mit der Verpflichtung auf den Stand der Datenschutztechnik und die datenschutzfreundlichste Grundeinstellung wird zudem nicht nur der Datenschutz gestärkt, sondern ein gerechter Wettbewerb geschaffen. Auch die Datensammlung durch die Polizei wird nun auf das Notwendige begrenzt, so dass es millionenfachen Abfragen ins Blaue hinein &#8211; wie zuletzt bei den Handydaten &#8211; nicht mehr geben sollte.</p>
<p>Trotz all der positiven Neuregelungen wird es nun darauf ankommen, den Standard auf hohem Niveau zu sichern und Nachbesserungen dort vorzunehmen, wo der gewohnte Schutz in den Mitgliedstaaten abgesenkt werden könnte. In grundrechtssensiblen Bereichen gehen die vorgeschlagenen Regelungen noch nicht weit genug. Doch die vergangenen Wochen und Monate haben gezeigt, dass die Gefahr vor allem darin liegt, das ambitionierte und innovative Vorhaben vor dem massiven Ansturm von Lobbyinteressen zu verteidigen. Das gilt nicht nur für solche Unternehmen, die ihre Profite vor allem aus Datenschutzlücken schlagen, sondern auch für die Innenminister der EU und deren Überwachungsmaßnahmen &#8211; denn gerade die anlasslose Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikations- oder Fluggastdaten widerspricht den neuen Datenschutzvorschlägen in vielen Teilen. Das ist gut so. Denn damit wird der Datenschutz als &#8211; auch in der EU-Grundrechtecharta &#8211; klar verankertes Grundrecht endlich ernst genommen.</p>
<p><strong>Wir Grünen werden in den anstehenden Verhandlungen über die Datenschutzreform eng mit Datenschützern, Verbraucherorganisationen und Unternehmen zusammenarbeiten. Als Auftakt veranstalte ich dazu am 9. und 10. März das zweite Privacy-Barcamp auf der Computermesse CeBIT in Hannover</strong>.&#8221;</p>
<p><strong>Informationen zum Privacy-Barcamp gibt es unter <a href="http://privacy-barcamp.mixxt.de">http://privacy-barcamp.mixxt.de</a>/</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Lunch-Debate: Recht auf Zugang zu anwaltlichem Beistand</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 10:35:51 +0000</pubDate>
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Mauro Miranda, Dr. Stefan Kirsch, Jan Philipp Albrecht
In einer Lunch Debate hat Jan am 11. Januar die Stellungnahme des Rechtsausschusses zum Richtlinienvorschlag &#8220;Recht auf Zugang zum Rechtsbeistand im Strafverfahren&#8221; vorgestellt, für die er als Berichterstatter verantwortlich ist. Über 50 Gäste beteiligten sich an der Diskussion im Europäischen Parlament. Rechtsanwalt Dr. Stefan Kirsch stellte die Position [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://janalbrecht.eu/wp-content/uploads/2012/01/DSC_0259.jpg"><img src="http://janalbrecht.eu/wp-content/uploads/2012/01/DSC_0259-1023x629.jpg" alt="" title="Podiumsgäste" width="550" class="aligncenter size-large wp-image-2369" /></a><br />
<em>Mauro Miranda, Dr. Stefan Kirsch, Jan Philipp Albrecht</em></p>
<p>In einer Lunch Debate hat Jan am 11. Januar die Stellungnahme des Rechtsausschusses zum Richtlinienvorschlag &#8220;Recht auf Zugang zum Rechtsbeistand im Strafverfahren&#8221; vorgestellt, für die er als Berichterstatter verantwortlich ist. Über 50 Gäste beteiligten sich an der Diskussion im Europäischen Parlament. Rechtsanwalt Dr. Stefan Kirsch stellte die Position der Bundesrechtsanwaltskammer vor, Mauro Miranda war als Vertreter der Europäischen Kommission eingeladen. Der Rechtsausschuss hat die Stellungnahme am 20. Dezember 2011 einstimmig angenommen.</p>
<p>Die Stellungsnahme des Rechtsausschusses finden Sie hier: <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-%2f%2fEP%2f%2fNONSGML%2bCOMPARL%2bPE-473.811%2b02%2bDOC%2bPDF%2bV0%2f%2fEN">www.europarl.europa.eu</a></p>
<p>Ein Bericht von der Lunch-Debate war zudem Teil <a href="http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2012/01/16/dlf_20120116_1840_f0715f4b.mp3" target="_blank">eines Hintergrunds des Deutschlandfunks über die Arbeit des Europäischen Parlaments</a>.</p>
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		<title>Jan im taz-Interview zum europäischen Rechtebrief</title>
		<link>http://janalbrecht.eu/2012/01/09/jan-im-taz-interview-zum-europaischen-rechtebrief/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 12:58:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Europäische Parlament hat eine Lücke beim Grundrechtsschutz geschlossen und  am 12. Dezember die Richtlinie zum Recht auf Belehrung im Strafverfahren angenommen. Der darin geregelte Europäische Rechtebrief soll Beschuldigten und Verdächtigen bei einer Festnahme übergeben werden und sie leicht verständlich über ihre Rechte aufklären.
Dazu Jan im Interview mit der taz
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Europäische Parlament hat eine Lücke beim Grundrechtsschutz geschlossen und  am 12. Dezember die Richtlinie zum Recht auf Belehrung im Strafverfahren angenommen. Der darin geregelte Europäische Rechtebrief soll Beschuldigten und Verdächtigen bei einer Festnahme übergeben werden und sie leicht verständlich über ihre Rechte aufklären.</p>
<p>Dazu Jan im <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sp&#038;dig=2011%2F12%2F17%2Fa0087&#038;cHash=3a5dc0c653">Interview mit der taz</a></p>
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		<title>Recht auf Zugang zu anwaltlichem Beistand</title>
		<link>http://janalbrecht.eu/2012/01/06/recht-auf-zugang-zu-anwaltlichem-beistand/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 10:27:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Jan Philipp Albrecht stellt in einer Lunch Debate am 11. Januar die Stellungnahme des Rechtsausschusses zum Richtlinienvorschlag &#8220;Recht auf Zugang zum Rechtsbeistand im Strafverfahren&#8221; vor, für die er als Berichterstatter verantwortlich ist.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Jan Philipp Albrecht stellt in einer Lunch Debate am 11. Januar die Stellungnahme des Rechtsausschusses zum Richtlinienvorschlag &#8220;Recht auf Zugang zum Rechtsbeistand im Strafverfahren&#8221; vor, für die er als Berichterstatter verantwortlich ist.<br />
<a href="http://janalbrecht.eu/wp-content/uploads/2012/01/Access-to-lawyer-2012-01.bmp"><img src="http://janalbrecht.eu/wp-content/uploads/2012/01/Access-to-lawyer-2012-01.bmp" alt="" title="Access-to-lawyer-2012-01" class="aligncenter size-full wp-image-2331" /></a></p>
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